Konzert

Freitag, 17. Mai 2024, 20:00

Ratibor! Und der Fluss Mississippi… Hommage an Ernst Toch

Konzert der Holst Sinfonietta
Kosten: ermässigt 32 CHF, 22 CH


Porträtkonzert Ernst Toch (1887-1964), eines zu Unrecht vergessenen Komponisten anlässlich seines 60. Todesjahrs 2024

Vokal- und Instrumentalwerke

Ernst Toch: 

There is a Season for Everything (Text: Ecclesiastes II) (1953) 7‘
 für Sopran, Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello
Dedication (1948) 4‘
für Streichquartett
Fuge aus der Geographie (1930) 3‘
für Sprechchor

Vanity of Vanities, All is Vanity op. 79 (Text: Ecclesiastes I) 18‘
für Tenor, Sopran, Flöte, Klarinette und Streichtrio (1954)
Adagio Elegiaco für Klarinette und Klavier (1950) 3‘
Bearbeitung für Klarinette und Streichquartett von Klaus Simon (2023) Uraufführung

Poems to Martha op. 66 (Text: Joseph Haft) 24'
für Bariton und Streichquartett (1942)

I Eventide
II In the Train
III Spring
IV Farewell

Siri Karoline Thornhill, Sopran
Daniel Johannsen, Tenor
Hans Christoph Begemann, Bariton

Holst-Sinfonietta
Clara Giner Franco, Flöte und Piccolo
Lorenzo Salvá Peralta, Klarinette
Sylvia Oelkrug, 1. Violine
Cornelius Bauer, 2. Violine
Katharina Schmauder, Viola
Philipp Schiemenz, Violoncello
Klaus Simon, Musikalische Leitung


Wohl selten hat ein Komponist durch die Wirrungen der Verfolgung und des Exils eine extrem disparate Biographie zwischen Ruhm und Vergessen erleben müssen wie Ernst Toch (1887-1964). Als ein in Wien geborener Jude hat er eine große Berühmtheit in den 20-er Jahren erlangt und wurde zusammen mit Paul Hindemith als führender Repräsentant der sogenannten Neuen Sachlichkeit angesehen. Seine Werke waren sehr präsent und erlangten hohe Aufführungszahlen. Als er dann schon 1933 Hitlerdeutschland verließ, weil er sehr früh der lebensbedrohlichen Gefahr für sich und seine Familie gewahr wurde, war der Höhepunkt seines frühen Ruhms bald dahin. Ab diesem Augenblick begann in Deutschland das Vergessen, nur im Exil in den USA, wo er versuchte an die Erfolge der Weimarer Republik anzuknüpfen, erlangte er Achtung, konnte aber in Deutschland ( ähnlich wie E. W. Korngold) nach dem 2. Weltkrieg nie wieder an seine Glanzzeiten anknüpfen und lebte bis zu seinem Tod 1964 in Kalifornien. Berühmt geworden ist seine eigene Einschätzung, dass er wohl als der am meisten vergessene Komponist des 20. Jh. zu bezeichnen sei. Hierzulande kennt man noch seine unterhaltsame Fuge aus der Geographie für Sprechchor oder das Klavierstück Der Jongleur.
Die Holst-Sinfonietta meint, dass es Zeit ist, Toch wieder zu begegnen und widmet ihm deswegen dieses Porträtkonzert anlässlich seines 60. Todesjahrs mit diversen bedeutenden Vokal- und Instrumentalwerken. Die Fuge aus der Geographie darf natürlich nicht fehlen.

Vorverkauf: https://eventfrog.ch//de/p/klassik-opern/klassik/ratibor-und-der-fluss-mississippi-hommage-an-ernst-toch-7160344370461256349.html

Abendkasse: 32 CHF, 22 CHF ermässigt (Schüler:innen, Studierende)

Copyright Ensemble-Bild: Anke Nevermann


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